Beda Stadler im SommerTalk

Er ist der bekannteste Immunologe der Schweiz und wohl auch der umstrittenste. Zu Beginn der Pandemie hat Beda Stadler mit seinen kontroversen Aussagen polarisiert. Dann verlor er nach einer Hirnoperation fast sein Leben und erkrankte selber an Corona. Ob die Krankheit ihn verändert hat und was der grosse Kritiker heute zur Corona-Situation sagt, erzählt er im «SommerTalk».

Sendung von TeleZüri, Donnerstag, 12. August 2021

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5 Gedanken zu „Beda Stadler im SommerTalk“

  1. Fabian Eisenring

    17: 43 Quatsch. Bitte finden Sie jemanden der/die in der molekulargenetischen in vitro Diagnostik tätig ist, der Ihre Ansicht einer PCR teilt . Sie werden niemanden finden. Was ist ein Viren Brückenstück? Das gibt es nicht, denn freie Viren-RNA ist sehr fragil und zerfällt binnen Minuten.
    Es ist doch ganz einfach, auch kaum spürbare Symptome wie ein vorübergehender Geschmacks-, Geruchsverlust, oder eine leichte verspürte Müdigkeit, Kopfschmerzen leichter Temperaturanstieg usw. belegen eine Immunreaktion, eine Infektion hat also statt gefunden, das Virus hat sich repliziert und man ist infektiös.
    Man ist also präsymptomatisch infektiös= Inkubationszeit. Wir haben die Erkenntnis dass praktisch jede SARS CoV2-PCR positive Person, eine Immunologische Reaktion als Zeichen einer Infektion aufweist. Diese Immunologische Reaktion ist spezifisch für SARS CoV2 und wurde in einer Vielzahl von Studien, bei praktisch allen PCR-positiven Personen nachgewiesen. Einerseits kommt es je nach Studie bei 80-100% der PCR-positiven zur Ausbildung von SARS CoV2 spezifischen Antikörpern. Bei einer geringen Anzahl von Personen, in denen es zu keiner Aktivierung des adaptiven Immunsystems kommt und damit zu keiner Bildung von SARS CoV2 spezifischen Antikörpern, findet sich eine Aktivierung des angeborenen Immunsystems und hier ist ein Aktivierung des SARS CoV2 spezifischen T-Zellen als Konsequenz der Infektion nachweisbar. In der Postinfektiösen-Phase reduziert sich die Virenlast kontinuierlich und die PCR ist bei 50% der Infizierten Personen ca.20 Tage lang noch positiv. Bei lediglich 10% der Personen bleibt die PCR noch bis zu 30 Tage positiv und in Ausnahmefällen bis zu drei Monaten. Unter Berücksichtigung des Zeitpunktes der Probeentnahme, kann man bei positiven PCR Ergebnissen mit einem Ct-Wert von unter 35 mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass diese Person nicht infektiös ist. Beim Ct- Wert ist es zu berücksichtigen das der Prozess, bestehend aus Abstrichnahme und PCR, lediglich ein semi quantitatives Ergebnis liefert. Dies hat mehre Gründe. Erstens innerhalb kurzer Zeit, z.Bsp. in der präsymptomatischen Phase, kann sich die Virenlast im Nasen- Rachen Raum, innerhalb kurzer Zeit stark verändern. Zweitens der Abstrich ist bei Personen mit geringer Virenlast nicht sehr gut reproduzierbar, so kann eine Probe die initial einen Ct-Wert von 37 aufweist, 12 Stunden später eine Ct-Wert von 23 aufweisen. Drittens der Ct-Wert von ein und der selben Probe gemessen mit verschiedenen Tests bzw. verschiedene primer/targets kann bis zu 10 Einheiten unterschiedlich sein, die meisten Ergebnisse variieren zwar nur um maximal 3-4 Ct-Einheiten, dennoch ist die alleinige Kenntnis des Ct-Wertes ohne die Information der verwendeten Methode und vor allem der Methodenvalidierung nich aussagekräftig. Die unterschiedliche Empfindlichkeit der unterschiedlichen primer/targets begründet auch die Verwendung von unterschiedlichen cut-off Werten, zur Beurteilung, ob eine Probe positiv ist oder nicht.Daher kann nicht gesagt werden, dass zBsp. ein Ct-Wert von 35 als cut-off, adäquater ist als ein Ct-Wert von 42. Die Validierung die für jeden SARS CoV2 Test durchgeführt werden muss, beschreibt die Empfindlichkeit und die Sensitivität des gewählten cut–off Wertes. Die Aussagekraft der PCR wird weiter durch die epidemiologischen Daten bestätigt, in praktisch allen Ländern, führt ein Anstieg der PCR positiven Fälle, mit einer geringen Zeitverzögerung zu einem Anstieg von Covid 19 Todesfällen und gleichzeitig zu einer Übersterblichkeit, die sich wiederum meist mit den Covid19 Todesfällen deckt.

    Symptomatische Übertragung:
    https://youtu.be/eBXt7FsM4co. SARS-CoV-2: Viren in den Speicheldrüsen (auch bei asymptomatischen) Personen nachgewiesen.
    SARS-CoV-2 kann die Zellen der Mundschleimhaut und die Speicheldrüsen infizie­ren. Dies zeigen neue in Nature Medicine (2021; DOI: 10.1038/s41591-021-01296-8) vorgestellte Ergeb­nisse britischer und amerikanischer Forscher, die die Infektion der Speicheldrüsen mit oralen Sympto­men von COVID-19 in Verbindung bringen. Die Befunde erklären zudem, warum das Virus im Speichel von Infizierten in größerer Menge vorhanden ist.

    Anfangs wurde vermutet, dass sich SARS-CoV-2 zu Beginn der Infektion nur in den Zellen des Nasenra­ch­en­­raums vermehrt. Die Folge waren unangenehme Abstriche, die von geübtem Personal vom hinteren Bereich der Nasenhöhle oder dem Rachen entnommen werden mussten. Inzwischen wird für viele Anti­gentests auch Speichel als Ausgangsmaterial akzeptiert, weil er die Viren in gleich hoher Konzentration enthalten kann.

    Bitte um Selbstreflexion Herr Stadler betreffend Ihrer Aussage der Blödheit die Leute so äussern. 😉

    Wünsche einen schönen Abend

    Gruss Fäbi

  2. Fabian Eisenring
  3. Pingback: Interview mit Beda Stadler, Prof. em. der Immunologie – randständig

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