«Wer positiv Getestete ‹infiziert› nennt, gehört beurlaubt»


(Infosperber)

Der von Corona genesene Immunologe Beda Stadler im Gespräch mit dem St. Galler Tagblatt und TeleZüri. © tagblatt

Von Urs P. Gasche

Der von Hirnoperationen und Covid-19 genesene Immunologe Beda Stadler kritisiert Corona-Informationen der Behörden.

Er finde es «traurig», dass es verängstigte Menschen gibt, die unter den offenen Berner Lauben eine Maske tragen. Die Informationspolitik müsse «aus dem Ruder gelaufen» sein. Für Gesunde seien Masken nur sinnvoll, wenn man anderen Leuten allzu nahekomme, vor allem in Innenräumen. Das sagte der pensionierte Immunologe im Sommer-Talk des St. Galler Tagblatts und von TeleZüri. In der Weltwoche ergänzte er: «Wenn unsere Beamten, die hoffentlich selber geimpft sind, auf dem Bundesplatz mit Maske Kuchen verteilen, um die Bürger zum Impfen zu animieren, untergräbt dies das Vertrauen in die Impfung.» Denn wer sich impfen liess, aber trotzdem weiterhin die Maske tragen soll, wird sich fragen, wie gut die Impfung eigentlich ist. Bei solchem Verhalten und solchen Vorschriften verstehe er, weshalb viele sich nicht impfen lassen oder impfkritisch werden, ohne wirkliche Impfgegner zu sein.

Als Hochrisikopatient im Spital mit Corona angesteckt

Bereits zu Beginn der Pandemie war Beda Stadler mit kontroversen Aussagen zur offiziellen Corona-Politik aufgefallen. Unterdessen musste er sich zwei Hirnoperationen unterziehen und wurde drei Wochen ins künstliche Koma versetzt. In dieser Zeit im Spital steckte er sich zusätzlich noch mit Corona an. Die schweren Eingriffe am Hirn und sein starkes Übergewicht machten ihn zum Corona-Hochrisiko-Patienten. Doch er ist wieder munter und meldet sich in verschiedenen Medien zu Wort.

Die Behörden hätten stets verbreitet, dass nach einer Erkrankung an Covid-19 unter den älteren Hochrisikopatienten 15 Prozent der Patienten sterben würden. «Warum informierte man nicht, dass 85 Prozent trotz Corona überleben?», fragt Stadler. Das sei doch die viel relevantere Darstellung.

«Heute bin ich ein noch grösserer Kritiker als vor meinen Erkrankungen», ergänzt Stadler im Sommer-Talk. Corona habe «viel Glaube und Verunsicherung» produziert. Stadler hält dagegen: «Wir sollten wieder eine rationale und säkulare Gesellschaft werden.»

«Schickt sie in den Bildungsurlaub»

Stadler fällt auf, dass während der Pandemie vor allem Virologen zu Wort kommen und viel zu wenige Immunologen. Letzteren käme es nie in den Sinn, bei positiv Getesteten von «Infizierten» zu reden. Falls man mit dem PCR-Test im Abwasser Coronaviren nachweise, rede auch niemand von infiziertem Abwasser.

Der gängige PCR-Test sei zwar ein altbewährter Test, aber nicht dafür geeignet, eine Infektion, also eine ansteckende Krankheit festzustellen: «Dieser Test sagt nichts darüber aus, ob jemand ansteckend ist.» Wer das Gegenteil sagt, wäre bei ihm an der Universitätsprüfung durchgefallen, meinte er im Sommer-Talk. In der Weltwoche doppelte er nach: «Chefredaktionen von Schweizer Medien sollten jeden Mitarbeiter, der bei einem positiven PCR-Test von Infektion redet, eine Woche in unbezahlten Urlaub schicken, um immunologische Bildungslücken zu schliessen.» Wer immun ist, könne PCR-positiv sein, während er das Virus bekämpft, sei aber weder gefährdet noch ansteckend.

Ebenfalls einen Bildungsurlaub sollten alle erhalten, die behaupten, dass symptomlose Kranke andere Menschen anstecken: «Falls wir ‹symptomlose Krankheiten› als medizinische Definition zulassen, wird unser Gesundheitssystem rasch an seine Grenzen kommen.»

Schliesslich folgt ein Seitenhieb an die Adresse von Virologen und Epidemiologen: «Sollte ein Virologe oder ein Epidemiologe weiterhin behaupten, dass Sars-CoV-2 ein neues Virus sei, gegen das es keine Immunität gebe, nachdem man schliesslich Sars-CoV-2 mit einem Antikörper gegen Sars-CoV-1 nachweist, müsste man ihm den Lehrauftrag entziehen.»

«Als Genesenem wurde mir das Zertifikat verweigert»

Zum Schluss noch ein Seitenhieb an die Adresse des BAG: «Als Genesenem wurde mir ein Covid-Zertifikat verweigert, weil mein PCR-Test ein paar Tage älter war als sechs Monate. Ich empfand dies wie eine späte Rache, weil ich während der Vorlesungen manchmal sagte, wer den besprochenen Stoff nicht verstehe, werde wahrscheinlich nur beim BAG eine Anstellung finden.

Im Normalfall sei man gegen einen pathogenen Keim besser geschützt, nachdem man die Krankheit durchmachte, als wenn man bloss geimpft sei.

Quelle: https://www.infosperber.ch/gesundheit/public-health/wer-positiv-getestete-infiziert-nennt-gehoert-beurlaubt/

Ein Gedanke zu „«Wer positiv Getestete ‹infiziert› nennt, gehört beurlaubt»“

  1. Fabian Eisenring

    Guten Tag wohl Herr Stadler,
    vier Fragen würde ich Ihnen gerne stellen. wäre schön diese beantwortet zu bekommen.
    1) Innerhalb von wenigen Tagen/Wochen wurden unabhängig voneinander mehrere SARS CoV2 PCR WHO Referenzmethoden publiziert. Unterschiedliche Regionen der Welt verwendeten unterschiedliche PCR Assays. Wie erklären Sie, dass die Verwendung unterschiedlicher Assays zum selben Ergebnis führte, nämlich zu einem raschen Anstieg der PCR Fallzahlen in China, Europa und den USA?
    2) Eine Möglichkeit die maximale Falsch-Positiv-Rate (FPR) der PCR zu schätzen ist die PCR Positivrate während Zeiten niedrigen Infektionsgeschehens. Wie kann eine hohe FPR vorliegen, wenn bei Millionen von durchgeführten PCR Tests unter Realbedingungen die Positivrate kleiner 0.1% ist?
    3)80-99% der PCR positiven Personen entwickeln SARS CoV2 spezifische Antikörper als Zeichen einer Immunantwort durch die Infektion. Der geringe Anteil der Personen die keine Antikörper bilden, weisen eine Aktivierung des angeborenen Immunsystems als Zeichen einer Infektion auf. Wie passt die vermeintlich hohe Falsch-Positiv-Rate (FPR) zu diesen Ergebnissen?
    4)Sie behaupten hier eigentlich, eine schlecht entwickelte PCR habe eine Pseudo-Pandemie ausgelöst. Die Bestimmung von SARS CoV2 spezifischen Antikörpern mit validierten Tests ist ein von der PCR unabhängige Methode, den Anteil der SARS CoV2 positiven Bevölkerung zu ermitteln (ie. Seroprävalenz). Dabei zeigt sich weltweit, dass die PCR die tatsächliche Zahl der Infizierten um den Faktor 3 bis 20 unterschätzt. Wie passt die weltweit steigende Seroprävalenz in das Bild der Pseudo-Pandemie?

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